Kinder der Freiheit

„Freiheit stirbt immer zentimeterweise“ Westerwelle (FDP)

Gerade in diesen Zeiten, wo wir uns in unserer Freiheit eingeschränkt fühlen, ist das Buch von Ken Follett „Die Kinder der Freiheit“ ein Trost für die Seele. Der Roman ist eine Geschichte über den Kampf um die Freiheit, sei es Meinungsfreiheit, Reisefreiheit, Religionsfreiheit in der turbulenten Periode der Welt 1960-1990. Es ist gleichzeitig eine Aufforderung, dass jede Generation um seine Freiheit kämpfen muss….

Die Menschen haben während des kalten Krieges mit verschiedenen Problemen an verschiedenen Orten gekämpft:

In den USA haben die Menschen gegen den verbreiteten und stark verwurzelten Rassismus und für Menschenrechte gekämpft. Starke Menschen, die sich mit dem dogmatisierten und kranken System kämpfen mussten, haben mit Ihrem Leben bezahlt: Martin Luther King, J.F. Kennedy, Bobby Kennedy und viele Zivilisten, die von einer besseren gerechten Welt geträumt haben.

In Osteuropa hatten die Menschen mit der Diktatur der Sowjetunion zu kämpfen: Verfolgung, Folterung, Hunger. In 1960 wurde die Berliner Mauer gebaut. Die Menschen derselben Nation, Verwandte und Freunde wurden von der abscheulichen Mauer getrennt, welche ihr Leben zerstört hat.

Militäraufrüstung und nukleare Bedrohungen zwischen Sowjetunion und USA, Cuba Krise und der Vietnam Krieg sind die Ereignisse und Umstände, in denen die Menschen damals leben mussten. Angst überall und keine Perspektive für eine Welt in Frieden mit Meinungs- und Religionsfreiheit, Gleichgerechtigkeit, Reisefreiheit und trotzdem…

Parallel gab es die wunderbaren Menschen, die mit ihrer ganzen Kraft gegen den Rassismus, die Verfolgung und Abschottung kämpften und mit Literatur, Musik, Theater und Kunst das Leben schöner gemacht haben.

Menschen, die Wege gefunden haben ihre Kreativität und Freiheit in der Welt auszulassen und damit sie geändert haben. Eine Popband aus den USA, ein Schriftsteller aus dem sibirischen Arbeitslager (Gulag) und eine Journalistin von der kommunistischen Parteipresse bringen mit Ihren Werken mehr Freiheit und Wahrheit außerhalb der zensierten Sowjetunion, als man je denken könnte. In den USA kämpfen Weiße und Schwarze für Rassenabschaffung in einer Zeit, wo die Politik die Segregation fördert.

Das Ganze zeigt uns auch, dass alle Änderungen Zeit, Geduld, Kampfgeist brauchen. Ohne Aktion von dem Menschen wird ein System voll mit Unwahrheiten und Gehorsamkeit siegen. Die junge Menschen in diesem Roman haben die Welt am Ende besser gemacht.

Ich hätte mir als Schüler so ein Buch in dem Geschichtsunterricht gewünscht. Eine wunderschöne Story, deren Charaktere Mitten in dem historischen Geschehen spielen….

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